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April 4, 2016

Wohnen in einer Verspätung, Bern

Wohnen in einer Verspätung / Abitare un ritardo
Ermanno Cristini, Giancarlo Norese, et al.
Progr, Bern, 4-26 april 2016

Pamela knows
Diese Residenz soll der langsam verlaufenden Zeit, die kreative Aktivitäten charakterisiert, mehr Wert verleihen. Kleine Gesten, Pausen, Faulheiten, Langsamkeiten, Betrachtungen, Verblüffungen und Verzögerungen machen das Wohnen zu einem Spaziergang durch die Domus, den Ort des Otium (Müssiggangs), um mit Robert Walser das Vergnügen neu zu entdecken, das ein überraschendes Treffen ausserhalb der funktionellen Beziehung zur Welt mit sich bringt.

In diese unproduktive Gymnastik sollen auch die Bewohner des Progr mit einbezogen werden. Sie sind eingeladen, die Spuren ihrer nicht arbeitsamen Momente zu bewahren und mit uns zu teilen, und auch Künstler, die zu Besuch sind, sollen sich gerne für ein paar Augenblicke mit uns in den Strudeln der Verspätung verlieren. Die Sammlung der Spuren aller werden zu einer Ausstellung zusammengefügt, die im Wohnraum der zugeteilten Residenz stattfinden und sich als vielstimmiger Dialog präsentieren wird.

Die Residenz beim Progr steht in einer Reihe von Initiativen, die den Müssiggang aufwerten sollen. Dazu gehören auch die Ausstellung Doppio stallo (Doppelter Stillstand) in Mailand in der Nowhere Gallery ab dem 31. März sowie eine Lesung am Cabaret Voltaire in Zürich am 23. April im Kontext von Obsession Dada.

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Vanessa is/as an angel
Scriveva Walter Benjamin nei Passages che “Non bisogna far passare il tempo, ma anzi invitarlo a fermarsi presso di noi”. È con questo spirito che Duchamp indica nel respirare, in opposizione al lavorare, l’essenza dell’attività creativa. Il fare artistico sta entro un ritardo e dunque si qualifica per una sottrazione: ciò che manca è il principio di economia e la dimensione utilitaria, al punto che esso si configura come uno sperpero. Così entro un’operosità reiterata senza fine si consuma una inoperosità, o più precisamente un’applicazione inoperosa, che è la sua vera cifra.

Abitare un ritardo è il senso di questa residenza, facendo dell’abitare l’occasione per mettere in atto delle pratiche che percorrano il tempo senza tempo dell’attesa creativa. Piccoli gesti, soste, pigrizie, lentezze, contemplazioni, stupori, indugi, di cui raccogliere amorevolmente le tracce oziose e ozianti  per sperimentare un modo di fare che è un modo di essere. Una passeggiata nella domus, per ritrovare, con Robert Walser, il piacere dell’incontro sorprendente fuori dal rapporto funzionale con il mondo.

In questa ginnastica improduttiva si intendono coinvolgere anche i residenti del Progr invitandoli a conservare  e a scambiarsi con noi le tracce dei loro momenti inoperosi, e si intendono coinvolgere artisti in visita che si perderanno per un istante con noi. La raccolta delle tracce darà luogo a una mostra che si terrà nello spazio abitativo della residenza assegnata e che si presenterà come un dialogo a più voci nella condizione di tempo sospeso.

La residenza al Progr si colloca entro un percorso di iniziative dedicate alla valorizzazione dell’ozio, che comprendono una mostra a Milano (Doppio stallo) alla Nowhere Gallery a partire dal 31 marzo e una lecture al Cabaret Voltaire a Zurigo il 23 aprile nel contesto di Obsession Dada.



November 27, 2015

The Guest and the Intruder, Bern

New publication: The Guest and the Intruder. Double Game –
Der Gast und der Eindringling. Umgekehrtes Spiel

Edition Atelier, Bern 2015
ISBN: 978-3-907430-05-7

Roberto de Luca with Ermanno Cristini, Barbara Fässler, Paul Le Grand, Giancarlo Norese, Olivia Notaro, Antoni Pinent, Luca Scarabelli. In collaboration with Alessandro Castiglioni and Michael Krethlow

The publication refers to the exhibition held at PROGR., Zentrum für Kulturproduktion, Bern 2014

Read it on issuu.


March 6, 2014

Der Gast und der Eindringling, Bern

Giancarlo Norese, intrusi, Progr, Bern, 2014
PROGR, ZENTRUM FÜR KULTURPRODUKTION, BERN
Waisenhausplatz 30
Opening am 20. März 2014 um 18.00 Uhr

Roberto De Luca mit Ermanno Cristini, Barbara Fässler, Paul Le Grand, Giancarlo Norese, Olivia Notaro, Antoni Pinent, Luca Scarabelli.

In Zusammenarbeit mit Alessandro Castiglioni und Michael Krethlow
20.- 24. März 2014

Die Formel der Ausstellung Der Gast und der Eindringling ist einfach: Ermanno Cristini macht sein Atelier auf und lädt einen Künstler ein, den Gast, ein Werk in den privaten Räumen seines eigenen Ateliers durchzuführen. Danach wird auch ein anderer verborgener und unsichtbarer Künstler, der Eindringling, eingeladen. Ein Künstler, der einen Künstler einlädt und der einen anderen Künstler versteckt. Ein Spiel von Spiegeln, das auch aus Begegnungen, Flucht, Gesprächen und Stille gemacht ist.
Die dort organisierten Verabredungen werden nie zu bloßen Ausstellungen von Gegenständen, sondern sie machen die Zentralität der „Praxis“ und das Bedürfnis der Arbeit des Künstlers, ihr Ehrfahrungswesen wieder zuzuschreiben, geltend.

Giancarlo Norese, Dedications,
Galerie in Lehrerzimmer, Progr, Bern, 2014;
ph. L. Scarabelli
Und „Erfahrung“ ist auch diese Verabredung im PROGR, aber hier kehrt sich die Formel um. Der Eingeladene, der Gast, ist Roberto de Luca, während Ermanno Cristini das Format “leiht”: Er spielt „außer Haus“ und teilt mit sechs anderen Künstlern die Rolle des Eindringlings. Es geht um einen Austausch der Rollen, der die fluide Natur des Projekts und die Lust auf Konfrontation, die es beseelt, wieder einführt. Der Plan gewinnt eine besondere Bedeutung im PROGR, der ein Begegnungsort ist, dass heißt ein Ort für Austausch und ständigen Durchgang von Wissen.
Und es ist gerade an den Orten der Geselligkeit des PROGR, wie die Flure, das Café usw., wo der Gast und die Eindringlinge diskret anwesend sein werden. Sie werden die Räume mit Leichtigkeit, Unmerklichkeit und einfachen Handlungen durchlaufen, mit der Stimmung des stillen Wanderers, der gerade dank seiner Stille versucht, die Stimme der Sachen wieder erfahren zu können.

May 31, 2010

fama_fame in Bern

fama_fame, ein fortschreitendes Kunstprojekt, ein «Work in Progress» und war bereits zu Gast in zahlreichen Galerien und Kulturstätten Europas. Erstmals wagen sich die Künstler mit ihrem Projekt an einen Ort, an dem die grossen Massen, nicht nur die intellektuelle Elite, mit ihrer Kunst angesprochen und konfrontiert wird. Das Einkaufszentrum Wankdorf Center ist wie geschaffen für fama_fame. Hunger nach Ruhm, wie der Name der Ausstellung in die deutsche Sprache übersetzt heisst, befasst sich mit den alltäglichen Themen zwischen berühmt werden und tägliche Bedürfnisse befriedigen. Noch nie schenkte die Gesellschaft Kunstschaffenden so viel Aufmerksamkeit und eine derart grosse Medienpräsenz wie heute. Man lechzt nach Superstars, diese wiederum versuchen sich in ihrer Rolle zu finden.

Neue Medien und Performance
Mit Videosequenzen, Installationen und Darbietungen, machen mehrere Künstlerinnen und Künstler das Einkaufszentrum zum Erlebnisort. Insbesondere die neuen Medien kommen dabei zum tragen. Nebst Videoinstallationen werden auch Projektionen die Besucherinnen und Besucher im Einkaufszentrum überraschen, aber auch zum Nachdenken anregen. Es wird live gemalt oder musiziert - immer zu den Themen Leben, Lieben, Erfolg und Geld. Auch die kleinsten Gäste werden bei einem Kinderprogramm auf ihre Kosten kommen. Mitwirken werden rund 20 Künstlerinnen aus dem In- und Ausland.

fama_fame seit 2006
Entstanden ist fama_fame 2006 in Losone. Seither war das Projekt beispielsweise in Solothurn oder Rotterdam zu sehen. Eine Kerngruppe von Künstlern führt das Projekt jeweils weiter, neue Künstler kommen hinzu und die Kuratoren wechseln an jedem Ort. So wächst das Projekt ständig und entwickelt sich weiter.

Einmalige Chance
Für die Ausstellung fama_fame werden zahlreiche Flatscreen-TV's und DVD Geräte benötigt. Diese werden nach der Ausstellung für 10 Franken verkauft. Wer von dieser Aktion profitieren möchte, kann den im Wankdorf Center aufliegenden TV-Pass ausfüllen. Bei jedem Einkauf ab 50 Franken gibt es einen Stempel, wer die Zehn voll hat, nimmt an der Verlosung teil, welche entscheidet, wer einen TV oder eine DVD Gerät für 10 Franken kaufen darf.

(Bildlegende)
Roberto de Luca, Künstler und Initiant mit der Kuratorin Christin Markovic und Peter Baumgartner, Leiter Einkaufszentrum Wankdorf Center.


Rahmenprogramm

Donnerstag, 27. Mai 2010
17.30 – 19.00 Uhr Vernissage mit Celia und Nathalie Siedler, "Fleischerzeugnisse gekocht" (Kunstaktion)

Freitag, 28. Mai 2010
12.00 – 17.00 Uhr, Filippo Leonardi, Sconosciuto artista meridionale (Kunstaktion)

Samstag, 29. Mai 2010
11.00 – 17.00 Uhr, Fastkunst, Lipp&Leuthold (Kunstaktion)
12.00 – 16.00 Uhr, Marion Ritzmann, Time to win (Kunstaktion)
16.00 – 17.00 Uhr, Giancarlo Norese/Maria Valentina Tarantino (Performance)

Freitag, 4. Juni
16.00 – 20.00 Uhr, Franticek Klossner, Lebensmittel Kultur! (Kunstaktion)
13.00 – 15.00 Uhr, Fabiana de Barros, Kulturkiosk, Mach dein Kiosk (Kinderprogramm)

Samstag, 5. Juni 2010
11.00 – 13.00 Uhr, ... flüchtig ..., Eine Collage mit Musik und Text


Kontakt
Christin Markovic
Projektleiterin/Kuratorin
christin_markovic/at/hotmail/dot/com

Roberto de Luca
Kokurator/Ausstellungstechnik
robertodeluca/at/bluewin/dot/ch